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8-Stunden-Charitylauf in Obermichelbach
am 01.05.2009

als Pumuckl barfuß zugunsten der Obermichelbacher Jugend

Zum Veranstalter bzw. zur Ausschreibung:  anzeigen
 
Beschreibung der Veranstaltung: 

"Was morgen mit der Welt passiert, hängt davon ab, was wir heute für unsere Kinder tun." (Frank Sinatra)

Ich finde es immer wieder großartig, wenn sich Menschen um andere sorgen und sich, falls nötig, für diese auch einsetzen. In Obermichelbach macht man sich Sorgen um die eigenen Kinder und damit, wie es Herr Sinatra schon richtig feststellte, Sorgen um unsere Welt. Unter dem Motto "Wir laufen für unsere Kinder!" wird erstmals dieser Sponsorenlauf mit umfangreichem Rahmenprogramm zur Unterstützung der Obermichelbacher Jugendtreffs ausgerichtet. Ich bedanke mich ganz herzlich für die Einladung zu dieser Benefizveranstaltung und freue mich darauf, die Bekanntschaft mit weiteren engagierten Franken zu machen. Anita Kinle wird ja ebenfalls mit einigen ihrer Marathonis aus der Down-Syndrom Staffel anwesend sein und, im Gegensatz zum Pumuckl, ihre Laufschuhe schnüren.

 

 

 
Mein Bericht:  
Ende gut, alles gut?
oder
Feiern bis der Arzt kommt.

Wenn man immer wüsste, was das Schicksal mit einem so vor hat … Was mein Laufjahr 2009 angeht, so klopfte mein Schicksal gleich im Januar bei mir an. Da nämlich erhielt ich eine E-Mail aus Nürnberg. Robert Wimmer bat mich, am 1. Mai bei seinen Freunden in Obermichelbach im Pumuckl-Kostüm an einem Benefizlauf teilzunehmen. Er selbst, der Robert, könne da nicht mitmachen, weil er zu dieser Zeit gerade zum zweiten Mal durch Europa rennen würde.

Mein erster Gedanke: Wo um alles in der Welt ist denn Obermichelbach? Rasch mal gegoogelt. Aha, kurz hinter Fürth also und deshalb nicht unbedingt eine Weltreise für mich. Auf den Internetseiten vom 1. Charity-Lauf Obermichelbach las ich dann, dass man den ganzen Tag laufen darf. Da würden sich die rund 250 Kilometer dort hin ja richtig lohnen. Hatte ich aber überhaupt Zeit am 1. Mai? In meinen (Lauf-)Terminen stand für diesen Tag die zweite private Ammerseeumrundung mit Freund Markus Luigart. Im Anschluss waren Evi und ich noch bei ihm und seiner Eva in Inning zum Grillen eingeladen. Eigentlich ist es so gar nicht meine Art, etwas fest Ausgemachtes über den Haufen zu schmeißen. In diesem speziellen Fall jedoch konnte ich nicht anders. Ich meldete mich also in Obermichelbach an, denn der Ammersee läuft ja nicht davon, und Markus und Eva bestellte ich kurzerhand am 1. Mai nach Franken.

Da war der Pumuckl dann auch froh, viele der 250 Meter langen Runden mit Markus, alias Biene Maja, laufen zu können, denn bis auf ein paar Bekannte beziehungsweise Freunde aus der Metropolregion war das Teilnehmerfeld über den Tag verteilt leider nur sehr spärlich besetzt. Dabei hatte sich das Team um Gaby und Hans Pronath so große Mühe gegeben, auf Anhieb eine richtig gute Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Obwohl, sie war eh richtig gut und schön war’s auch ohne Massen von Läufern. So sorgten zum Beispiel mehrere Imbiss- und Getränkestände für das leibliche Wohl der zahlreichen Zuschauer. Auch das Rahmenprogramm war vom Vormittag bis in die Nacht hinein vom Feinsten. Gleich zwei Bühnen hatte man dafür am REWE-Markt aufgebaut. Im Eineinhalbminutentakt liefen wir unter anderem an klassischer Livemusik ebenso vorbei wie an der jüngsten Rockband Deutschlands, dem Nürnberger Seemannschor und orientalischem Bauchtanz. Wahnsinn, diese Abwechslung! So ein Musikprogramm hatte ich bislang bei noch keiner Laufveranstaltung erlebt. Unzählige meiner 250 Runden vergingen so wie im Flug. Doch es sollte noch besser (und auch schlechter) kommen.

Nach etwa 62 Kilometern bedankte ich mich bei Hans Pronath, meinem Sponsor(?). Jede meiner Runden war ihm einen Euro für die Obermichelbacher Jugend wert. Dies dachte ich zumindest über ein viertel Jahr lang, und Hans ließ mich auch in diesem (Irr)Glauben. Wie ich erst jetzt erfuhr, hat Hans tatsächlich gesponsert, jedoch nicht mich, sondern einen meiner Sponsoren, nämlich Mitorganisator Leonhard Lorey. „So gilt also mein später Dank Dir, lieber Leonhard, und der Raiffeisenbank Fürth. Eure Unterstützung machte es mir leicht, den ganzen Tag barfuß über den REWE-Parkplatz zu sausen.“ Vor Hans Pronath ziehe ich den Hut, denn gleichzeitig Veranstalter, der Mann von Gaby und auch noch Sponsor zu sein, bedarf gewiss sehr großer Ausdauer.  

Pünktlich zum Laufende begann dann die Band Sappralot zu spielen und das Unheil nahm unaufhaltsam seinen Lauf. Die Reihen der reichlich auf dem Freigelände aufgestellten Tische und Bänke waren gut gefüllt und die Stimmung von Beginn an ausgezeichnet. Bereits nach wenigen Liedern erklomm ich einen Biertisch und gesellte mich tanzend zu einigen Jugendlichen. Genau das ist es, was meines Vaters Sohn so liebt, und der Pumuckl erst: Vorher ein bisschen laufen und dann abfeiern! Und ich weiß es nicht mehr, ob es beim Fliegerlied war – „Und i spring, spring, spring …“ –, als ich plötzlich abhob und unbekümmert, wie der rothaarige Kobold nun mal ist, rückwärts in weitem Bogen, denn unten stand eine Bank, vom Tisch sprang.

Bis zu dieser Sekunde war der Tag einfach nur grandios. Als ich jedoch mit dem linken Fuß zuerst auf dem Asphalt aufkam, änderte sich mein Empfinden, zumindest kurzzeitig, schlagartig. Wie ein Stich durchfuhr es meinen Körper von der Ferse bis zu den Haarwurzeln. Mir war sofort klar: Das war’s dann wohl für die nächste Zeit! Und dabei wäre Pumuckl zwei Tage später so gerne nach Salzburg zum Marathon gefahren. Stattdessen fuhr der Barfüßige mit Wolfgang, einem Obermichelbacher Arzt, und dessen Frau – beides äußerst liebenswerte Zeitgenossen, die ich sonst bestimmt nicht kennengelernt hätte – in deren Wohnung zur Erstversorgung. Wolfgang verpasste meinem Fuß eine erstklassige Bandage und schon ging’s wieder zurück zu Sappralot. Von nun an konnte ich zwar nur noch auf dem rechten Bein tanzen, doch das ließ ich mir in Anbetracht der geilen Musik und der tollen Atmosphäre in dieser Obermichelbacher Nacht nicht nehmen. Von den Tischen blieb ich jedoch ab sofort herunten.  

Die kommenden Tage konnte ich mich zu Fuß nur an Krücken fortbewegen. Am 4. Mai ließ ich meinen Haxn röntgen. Auf dem Bild war nichts zu erkennen, was auf einen Bruch hätte hindeuten können. „Gott sei Dank, nur eine Prellung!“, dachte ich mir. Doch auch die soll nach Berichten Betroffener, Google macht’s möglich, gerade für Läufer monatelang alles andere als ideal sein. Schmerzfrei gehen war eigentlich erstaunlich bald wieder möglich. Deshalb hab ich’s am 1. Juni mal ausprobiert und bin ganz behutsam und mit Schuhen einen knappen Kilometer gelaufen. Die anfängliche Euphorie über die ersten 150 bis 200 Meter, während der ich den Fuß überhaupt nicht spürte, war schnell verflogen. Die Strecke zurück ging ich dann sinnvollerweise.

Da ich seit meiner Bruchlandung nur einer meiner geplanten Laufveranstaltungen fern blieb – Pumuckl glänzt seither nur mit Anwesenheit, Anfeuern und gelegentlichem Spenden sammeln – und ich deswegen gerade an den Wochenenden auch ohne zu laufen viel auf den Beinen bin, verspürte ich gegen Ende Juni noch keine Besserung. Bei längerer Belastung war das Gefühl in der Ferse nicht wirklich prickelnd. Eventuell doch mehr als eine Prellung? Nun sollte eine Kernspintomographie für Klarheit sorgen. Und tatsächlich, zwei Monate zuvor hatte ich mir eine Fraktur des Fersenbeins zugezogen. Diese Feststellung hat jedoch nicht großartig was an meiner Einstellung geändert. Daheim bleiben und wochenlang den Fuß hochlegen gibt’s auch weiterhin nicht bei mir. Das Einzige, ich weiß jetzt, dass meine Laufpause sicher etwas länger dauern wird, als vorher angenommen. Wann diese jedoch zu Ende sein wird …?

Ich bedanke mich bei all denen, die sich aufgrund meiner Verletzung besorgt gezeigt haben. Herzlichen Dank auch für die vielen guten Wünsche. Ihr könnt versichert sein, dass mir die Laufzwangspause nicht wirklich schwer fällt. Auch ohne zu haxln wird’s mir nicht langweilig. Denen unter Euch, von denen ich zu hören oder lesen bekam, „Wie kommt man denn überhaupt darauf, barfuß von einem Biertisch zu springen? So was macht man doch auch nicht!“, möchte ich erwidern: „Danke für Eure Fürsorge, aber warum hat mir das denn niemand von Euch vorher gesagt?“  

Mein Fazit: Es war absolut großartig in Obermichelbach. Für nächstes Jahr bin ich bereits angemeldet. Würde es den 1. Mai 2009 noch einmal geben, ich würde alles genauso machen, nur landen würde ich nicht mehr.  
   
Spendenerlös: 1.400,00 €
   
Bilder:
(Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.)
   
Weitere Links:  
      Fotos  von Norbert Wilhelmi (www.wilhelmi-fotograf.de) anzeigen
      Fotos  auf der Website des Veranstalters anzeigen
      Laufbericht  von Heike Heller anzeigen
      Sonstiges  Das ist doch mal eine schöne Urkunde! anzeigen

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